Sehr geehrte Frau Ludwig,

zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Karolina Artemova und lebe seit langer Zeit in Berlin. Ich habe drei Katzen und eine Schildkröte. Ich schaue meinen Tieren in die Augen und weiß wie gut es meinen Tieren geht.
In der Ukraine läuft seit Monaten eine widerliche Säuberungsaktion: Tausende von Straßentieren werden vergiftet, erschossen und verbrannt. Alles nur, damit die Ukraine sich bei der EM 2012 als tadelloser Gastgeber präsentieren kann.

Ist das der richtige WEG?

Auch in kleineren Städten, wie in der Stadt Chernowitz, findet diese „Säuberungsaktion“ auch statt und obwohl sie indirekt damit zu tun hat (damit wird EM 2012 gemeint).
Die meisten der ausgesetzten Straßenhunde und Katzen werden überfahren, misshandelt oder werden krank. Meine Mutter, Irina Artemova, lebt in der Ukraine, in Chernowitz, hat fünf Katzen und drei Hunde. Diese Tiere hat sie von der Strasse aufgenommen und pflegt sie. Eine Katze, zum Beispiel wurde überfahren und sie hat nur 3 Pfoten, wurde mit Hilfe meiner Mutter operiert und ist jetzt glücklich. Drei Hunde wurden misshandelt und meine Mutter hat sie aufgenommen und ärztlich versorgt, obwohl sie kaum Geld hat. Ich unterstütze sie, indem ich ihr Futter für die Tiere monatlich schicke.
Die Behörden in der Ukraine wollen den schnellen Erfolg und töten……..
Als ob schon das Erschiessen der Tiere nicht genügt. Die Menschen in Chernowitz währen sich, sie schmeißen Steine, wenn „Mörder“, die Straßentiere töten wollen, kommen und verstecken die Tiere.

Jetzt
werden in Chernowitz auch Hunde und Katzen vergiftet. Nach dem gestrigen Telefonat mit meiner Mutter hieß es: es wird genau geguckt, wo ein Fressnapf steht, wo Straßentiere gefüttert werden und Gift dazu gemischt. Meine Mutter musste eine Zeugin sein, wie der betroffene Hund leiden musste und 2 Stunden in dieser kleinen Stadt warten müsste, bis die Ärztin kam und ihn erlösen musste, durch eine Einschläferungsspritz
Es gibt zunehmend auch Menschen in Chernowitz, die sich für Straßentiere einsetzen und sie, wie sie können, beschützen und auf der Straße und medizinisch sie versorgen. Ein Tierheim für alle Straßentiere wäre in unserer Stadt Chernowitz sehr toll. Die Tiere könnten somit vor allem geschützt werden, dem nächst in gute Hände vermittelt werden.

Ich bin jetzt sehr traurig und würde mich sehr freuen über eine schnelle Antwort! Denn ich glaube: Agieren ist viel wichtiger als Reagieren!

Mit freundlichen Grüßen
Karolina Artemova

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 11. Juni 2012 und wurde abgelegt unter "Archiv". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

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