Am 27.06. war es so weit – wir machten uns auf den Weg Richtung Ukraine. Zunächst steuerten wir unseren polnischen Partner “Schronisko dla Bezdomnych Zwierzat w Orzechowcach” in Orzechowce an. Mitgenommen hatten wir unter anderem 550 kg Trockenfutter für Hunde, 2 Hundehütten, 1 Katzenhaus, 1 große Kiste mit Flohmitteln sowie 3 Tragetaschen mit kleinen (Werbe-)Geschenken für die freiwilligen Helfer im Tierheim “Orzechowce”. Im Vorfeld der Reise hatte Arthur, der Tierheimleiter, bei uns angefragt, ob wir vielleicht, eventuell Ersatz für die Tierheim-Waschmaschine organisieren könnten. Die Maschine hatte bereits vor einiger Zeit den Geist aufgegeben – die notwendigen Mittel für eine Ersatzbeschaffung sind nicht vorhanden. Wir recherchierten ein wenig und entschlossen uns dann zum Kauf einer neuen Maschine. Einerseits sollte es eine Waschmaschine mit möglichst großem Volumen sein (es sind Decken zu waschen!) – andererseits wollten wir auch vermeiden, dass eine gebrauchte Maschine bereits nach kurzer Zeit bei Beanspruchung defekt wird.

Wir trafen am 28.06. gegen Abend im Tierheim ein. Das Wetter hatte sich unterwegs vollkommen gewandelt – es war sehr warm!!! Wie immer wurden wir mit lautem Gebell empfangen – selbst die alten Hunde machten sich auf den Weg – Neugierde!!!

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Zusätzlich zu den Sachspenden wurde ein Betrag in Höhe von 450,00 € übergeben der für Kastrationen sowie medizinische Versorgung verwendet wird.

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Eigentlich wollten wir am nächsten Tag weiter Richtung Chmelnitzky – aber – es kam anders!

Persönliche Anmerkung Norbert de Jong:
“Bereits Wochen vor der Reise schlug ich mich mit einem Bandscheibenvorfall rum. Pünktlich zu Beginn unserer Reise meldete sich mein Rücken – schmerzhaft – zurück. Dies verstärkte sich noch auf der Fahrt – die Schmerzen waren zeitweise unerträglich. Uta und ich überlegten und entschieden uns dann – schweren Herzens – nicht den langen, schlaglochreichen Weg nach Chmelnitzky zu fahren!”

Dieser ungewollte Aufenthalt gab uns die Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen mit Arthur und seinem Dolmetscher! So war uns bisher nicht bekannt, dass in dem Tierheim 70% der Hunde als “alt” eingestuft werden. Ein Hund gilt schon ab dem 5. Lebensjahr als alt; hat fast keine bis gar keine Chance auf Vermittlung. Zurzeit sind in Orzechowce 220 Hunde – tolle Hunde – gerade die älteren. Wir vereinbarten, dass Arthur 10 Hunde auswählen wird, die wir demnächst “prominent” auf unserer Homepage vorstellen wollen.

Unsere ukrainischen Partner kamen uns im wahrsten Sinne des Wortes “entgegen”. Die Übernahme klappte reibungslos. Ausgestattet mit reichlich Wasser und Futter sowie allen erforderlichen Dokumenten machten wir auf den Heimweg. Um es stressfreier für Mensch und Tier zu machen, entschlossen wir uns erst gegen Abend aufzubrechen und nachts durchzufahren. Wir freuten uns sehr, dass sich drei Hunde von Arthur mit uns auf die Reise machen konnten. Die Übergabe erfolgte im Beisein der zuständigen polnischen Amtsveterinärin.

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Die Übernahme ist aber nicht schon das Ende der Fahrt. Angekommen in Reitwein mussten alle Hunde ausgeladen, auf die Zwinger verteilt und versorgt werden. Am nächsten Tag stand der Besuch bei unserem polnischen Tierarzt Daniel an. Also wieder einladen – losfahren – eine sorgfältige Polizeikontrolle erledigen; selbst die Art und Weise des Tiertransportes wurde überprüft und für gut befunden! (“Alles in Ordnung – gute Fahrt!”).
Kastrationen waren durchzuführen, Zähne zu kontrollieren, in die Tiefen von Ohren abzutauchen, nervöse “Nasen” zu beruhigen usw.
Hier lernten wir auch die Frau unseres Tierarztes Daniel kennen! Sie berichtete uns von einem sehr interessanten Projekt, von dem wir bereits im Vorfeld gehört hatten. Das Projekt nennt sich “MOPSIK Project” und hat zum Ziel, in Polen mobil Sterilisationen und Kastrationen durchführen. Hierzu wurde ein ausbaubarer Anhänger angeschafft der zurzeit medizinisch ausgerüstet wird. Aus unserem Gespräch ergaben sich auch Perspektiven für eine Zusammenarbeit mit unseren ukrainischen Tierärzten – wir werden dieses Projekt noch gesondert auf unserer Homepage vorstellen. Es gibt bereits einen Internet-Auftritt des “MOPSIK Project” – www.mopsik.org – zurzeit nur in polnischer Sprache, an einer englischsprachigen Version wird gearbeitet.

In der darauf folgenden Nacht machten wir uns auf den Weg Richtung Laer. Einige Hunde blieben in Reitwein – ihre Menschen kamen am Mittwoch, Freitag und Samstag – die meisten machten sicht mit uns auf den Weg Richtung Laer. Auch hier wieder ausladen, alles gut unterbringen, versorgen.

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Am Donnerstag wurden die meisten Hunde übergeben. Die letzten wurden von uns am 05.07. in die Nähe von Heidelberg gebracht. Jetzt – durchatmen – noch den Weg nach Laer schaffen und das Auto nach 4.200 gefahrenen Kilometern abstellen.

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Wie immer am Ende eines Berichtes – aber für uns ganz, ganz wichtig – unser Dank an alle Spender, Freunde und Vereinskollegen. Ohne sie ist solch eine Fahrt weder finanziell noch logistisch möglich!!!

Laer, 21.07.2012

Uta+Norbert

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 24. Juli 2012 und wurde abgelegt unter "Archiv". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

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