Der traurige Alltag auf den Straßen – Update 06.09.18

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Budulay – 15 Jahre alt, nun sollte er weg…

 

Hier möchten wir kurz die traurige Geschichte von Budulay erzählen: der große, sanfte Riese wurde die Jahre über als Wachhund auf dem Markt eingesetzt und versorgt. Nun ist der liebe Kerl mit seinen 15 Jahren inkontinent geworden. Dieses ist der Grund, warum man entschied, dass er nicht mehr “zu gebrauchen” sei. Mit Schlägen und Tritten wurde Budulay davon gejagt. Zu seinem Glück erfuhren die ukrainischen Tierschützer von seinem Fall und holten den armen Senior in erbärmlichen Zustand ins Tierheim und retteten sein leben. Nun wird er in Sicherheit versorgt und es wird nach einer Pflegestelle für seinen Lebensabend gesucht.

 

 


 

Auch dies ist Alltag!

Wir bekamen von Lena – der Vorsitzenden von „Rettet das Leben“ folgenden Bericht:

„Situationen wie sie in Chmelnitzky auftreten. Ein Straßenhund wurde in der Nachbarschaft vergiftet. Unser Team der Freiwilligen  stellte sich der Herausforderung. Wir begannen erste Hilfe zu leisten. Alles wäre gut wenn nicht die Bewohner wären.

Einige Anwohner hinderten uns an unserer Arbeit mit den Worten: „Fangt den Hund weg – er ist aggressiv“. Sie begründeten dies weiter: „Er war 10 Jahre friedlich und jetzt ist er aggressiv!“

Sie verhielten sich sowohl gegenüber dem Hund als auch gegenüber den Freiwilligen aggressiv. Sie versuchten uns zu vertreiben mit der Begründung, es wäre ein Privatgrundstück. Aber es ist kein Privatgrundstück sondern städtisches Territorium. Die Anwohner schrien, halfen nicht den Freiwilligen und behinderten die Hilfeleistung. Lena wiederholte ständig: „Wir werden jetzt erste Hilfe leisten und bringen den Hund weg. Wir nehmen ihn mit. Bitte, bitte, stört uns nicht! Wartet etwas!“

Die Leute sagten, dass die Hunde sie stören würden, die Hunde würden bellen, wären aggressiv und würden die Kinder beißen. Es gab solche Sätze wie: „Es ist großartig, dass der Hund vergiftet wurde!“ Eine Frau sagte:“ Warum rettet ihr ihn. Ihr ruiniert alles! Macht das nicht! Ihr rettet den Hund und dann kommt er zurück in unsere Gegend. Aber wir wollen das nicht! Tut es nicht!“

Hier können Sie ein Video der Aktion sehen: Video

Zwei Tage vorher wurde auch ein Hund in dieser Gegend vergiftet. Also zwei vergiftete Hunde in zwei Tagen.

Andere Leute aus dieser Gegend sagen, dass die Hunde sehr ruhig und freundlich wären. Die Kinder lieben sie.

Also – ihr seht, die Leute sind in zwei Gruppen gespalten; solche, die dafür sind und solche die dagegen sind!“

Auch dies ist leider immer noch Alltag in Chmelnitzky. Die Hundehilfe-Ukraine unterstützt monatlich finanziell die medizinische Behandlung von Tieren. Aber unsere finanziellen Möglichkeiten reichen nicht aus! Daher unsere dringende Bitte – helfen Sie den Tieren in Chmelnitzky! Damit wir auch zukünftig – und noch mehr – helfen können!

 


 

 

Ein weiterer trauriger Fall:

Durch die Polizei bekam das Tierheim einen Hinweis, dass vor der Stadt einige obdachlose Menschen einen Hund eingefangen hätten und durch Hinweise herauskam, dass sie planten, ihn zu essen.

Einige Mitarbeiter des Tierheims durften die Polizei begleiten und der kleine Kerl konnte gerettet werden.

Er ist nun im Tierheim untergebracht und in Sicherheit.

 

 


 

 

Nikol- fast verhungert in einem Camp:

 

Und wieder ist einem Hinweis von einem tierlieben Menschen zu verdanken, dass die Hündin Nikol gerettet werden konnte.

Sie wurde in einem Camp für Kinder an der Kette gehalten. Die Mitarbeiter des Camps mochten die liebe Hündin aber nicht und fütterten sie nicht mehr. 2 Helfer des Tierheims fuhren nach dem Hinweis in das Camp und konnten die völlig abgemagerte und verängstigte Hündin befreien. Sie ist nun bei den beiden Helfern zu Hause untergebracht, wird jeden Tag in die Tierklinik gefahren und erholt sich langsam. 

Nikol ist eine ganz liebe und ruhige Hündin.