Die Hundehilfe und Ihre Aufgaben

Wir engagieren uns für Straßentiere in der Westukraine und an der Grenze zu Weißrussland und versuchen Tierleid zu mindern durch Hilfe vor Ort und Projekte vor Ort.

 

Dazu arbeiten wir in eigenen Projekten, in gemeinsamen Projekten mit anderen Organisationen und Einzelpersonen, die dem Tierschutz verbunden sind, zusammen. Unser Hauptschwerpunkt dieser Arbeit ist es, Menschen nachhaltig vor Ort zu mobilisieren (Hilfe zur Selbsthilfe) und ihnen beizustehen, sie politisch zu unterstützen und mit Spenden zu fördern.

 

Wir gründeten uns 2010 und sind kein Vermittlungs-Verein. Nur durch Hilfe und Unterstützung vor Ort ist ein nachhaltiger Tierschutz möglich. Seit dieser Zeit arbeiten wir mit dem ukrainischen Verein “Rettet das Leben/Chmelnitzky” zusammen und unterstützen unseren Partnerverein in deren Vermittlungsarbeit von heimatlosen Tieren innerhalb Europas durch Vor-und Nachkontrollen und in der Beratung für Übernehmerfamilien.

 

Zur Situation in der Ukraine:

 

Es leben derzeit (2016) ca. 10.000 Straßentiere in Chmelnitzky und Umgebung. Die meisten dieser Tiere leben und schlafen an großen Basaren, Gartenanlagen, Industriegebieten, Friedhöfen, Parkanlagen, Wohngebieten und angrenzenden Wäldern.

 

Einst als nettes Hündchen für die Kinder angeschafft, dann lästiges Etwas, werden sie alsbald von Menschen auf die Straße gesetzt, am Baum angebunden, verjagt und müssen lernen allein klar zu kommen. Die meisten der ausgesetzten Hunde und Katzen erreichen nicht mal das 5. Lebensjahr. Sie werden überfahren, misshandelt, erschlagen, vergiftet oder werden krank.

 

Viele Rassehunde werden angeschafft, weil es gerade Mode ist. Die Mode wechselt, es erlischt das Interesse an dem Hund. Also wird der nächste Mode-Hund angeschafft und der andere landet auf der Straße. Bisherige Modewellen waren: Schäferhunde, Afghanen, Rotweiler, Dobermänner, Terrier, derzeit landen die Shar-Pei Hunde auf der Straße.

 

Zum Verständnis:

 

Die Ukraine ist nicht Mitglied der EU. Hier gelten keine EU-Richtlinien.
Die Ost- und die Westukraine unterscheiden sich in ihrer Demographie erheblich. Die Menschen aus der Ostukraine arbeiten oft in Russland oder emigrieren nach Russland um dort ihr Geld zu verdienen. In der Ostukraine herrschen immer noch Kriegszustände.

 

In der Westukraine hingegen emigrieren die Menschen nach Europa und befürworten den EU-Beitritt ihres Landes.

 

Aber beide Regionen des Landes vereint eines: Es gibt ein großes Gefälle zwischen arm und reich. Der Mittelstand existiert kaum noch. Die Wirtschaftskrise zeigt seit 2014 ihr wahres Gesicht. Es herrscht eine große Wohnungsnot, bezahlbaren Wohnraum gibt es kaum noch, obwohl die riesig hohen Wohnviertel überall aus dem Boden wachsen. Es gilt das Recht des Stärkeren. Große Einkaufszentren in den Außenbereichen der Städte suggerieren Wohlstand, der kaum vorhanden ist. Die Landbevölkerung lebt von dem was sie anbauen oder züchten. Hier gibt es nichts.

 

Überleben heißt sich solidarisch zusammen zu schließen, sich das nötigste zu borgen vom Nachbarn, dem anderen zu helfen. Aber es bedeutet auch rücksichtslos den anderen zu benutzen, zu bestechen, einzuschüchtern oder gar zu erpressen.

 

In dieser Welt der krassen Gegensätze – was zählt da das Leben eines Haus-oder Straßentieres? Wie viel Mut brauchen Menschen sich für diese Tiere einzusetzen?

 

Aber – es gibt zunehmend Menschen in der Ukraine, die sich für diese vergessenen Seelen einsetzen, sie beschützen, sie auf der Straße versorgen, sie medizinisch behandeln lassen und ihnen in ihren Höfen Hütten bauen. Und es gibt diese Menschen, die mit viel Mut, oft illegal, eigene kleine Tierheime zum Schutz für diese Tiere aus dem Nichts errichten.

 

Und genau diese Menschen unterstützen wir, machen ihnen Mut, begleiten und fördern sie auf ihrem Wege.

 

Die Zusammenarbeit:

 

So entstand im Laufe der letzten 7 Jahre eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem ukrainischen Partnerverein “Rettet das Leben” , vielen Einzelfrauen und Männern aus Chmelnitzky. Auch zur Stadtverwaltung, der städtischen Tierklinik, der Gebiets-Tierklinik und der regionalen Polizei unterhalten wir kontinuierlich Kontakt, um den Tierschutzgedanken in der Region zu etablieren.

 

Wir arbeiten in verschiedenen Projekten miteinander.

° das Einwerben von Spenden und Sachspenden für ukrainische Straßentiere/Helfer

° im kleinen Tierheim “Sterntaler” in Chmelnitzky

° im Tierheim “Dobrow” in Chmelnitzky

° Kastrationen der Straßentiere

° Aufbau von Tierheimen

° Durchführen von Flohmärkten zur Finanzierung der Tierschutzarbeit vor Ort

 

Wir unterstützen seit Jahren monatlich mit Spenden den Verein “Rettet das Leben” in der Unterhaltung des kleinen Tierheimes “Sterntaler” und dem städtischen Tierheim “Dobrow”, dessen provisorische Leitung der Verein “Rettet das Leben” seit Ende Oktober 2015 in Absprache mit dem Betreiber und der Stadtverwaltung übernommen hat.

 

Wir unterstützen seit Jahren monatlich mit Spenden viele ehrenamtliche Helfer/innen, die sich täglich um streunende Tiere in Chmelnitzky kümmern, sie versorgen, ihnen menschlichen Zuspruch gewähren und sie bei Bedarf medizinisch behandeln lassen.

 

Wir finanzieren Kastrationen von Straßentieren.

 

Diese, unsere Arbeit ist nur möglich – auch bei allem persönlichen Einsatz – durch Ihre kontinuierlichen Spenden, auf die wir für die Arbeit vor Ort angewiesen sind.