Dringender Hilferuf eines Tierheims in Dnepropetrovsk / Ukraine

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Spenden für das Tierheim Freund, bitte auf folgendes Konto überweisen:

Hundehilfe-Ukraine e.V.
Sparkasse Bochum
IBAN: DE05 4305 0001 0000 4341 75
BIC-Code: WELADED1B

Betreff: “Tierheim Freund”

 

Anfang Juni 2016 erreichte uns ein erschütternder Hilferuf von einem Tierheim in Dnepropetrovsk.

Dnepropetrovsk – eine 1.000.000 Einwohner zählende Stadt in der Ostukraine, 400 km von Kiew bzw. 700 km von Chmelnitzky entfernt.

 

Das Tierheim liegt ca. 30 km außerhalb der Stadt. Dort leben derzeit zwischen 300 und 400 Hunden, sowie 50 Katzen. Marina, die Betreiberin des Tierheimes kämpft seit 5 Jahren für diese verlassenen, misshandelten, verunfallten und missbrauchten Tieren. Das Tierheim heißt “Freund”.

 

Dies alles geschieht ehrenamtlich. Mit ein paar Helfern ist sie täglich vor Ort, sie fahren Restaurants und Supermärkte ab, um mit Essenresten alle Tiere versorgen zu können.

 

Es ist ein täglicher Kampf für diese Tiere, da viele Menschen nicht verstehen, warum sie sich für diese verstümmelten, kranken und ausgesetzten Tieren einsetzt. Sie wird immer wieder von wütenden Bürgern bedroht.

 

5 Jahre – eine lange Zeit. Marinas Kräfte schwinden. Sie braucht dringend finanzielle und mentale Unterstützung, Hilfe von außen, damit diese tapfere Frau durchhalten kann.

 

Deshalb suchen wir hier in Deutschland für diese Menschen und ihre Tiere Unterstützung. Welcher Verein, welche Organisation oder welches Unternehmen könnte hier kontinuierlich tatkräftig unterstützen oder es sich zur Hauptaufgabe machen?

 

Ein deutsch-und englischsprachiges Ehepaar ist vor Ort und könnte logistische Hilfe leisten. Wir haben einen guten Kontakt. Dnepropetrovsk …hat einen Flughafen und liegt nicht im Kriegsgebiet. Dies sind gute Voraussetzungen , um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen.

 

Unser Verein würde die Vermittlung zu Marina und dem Ehepaar herstellen.

 

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf! 

 

Hier aktuelle Bilder aus dem Tierheimalltag und nachfolgend der Bericht des Ehepaares .Es sind einige schockierende Bilder dabei.

 

 

Für mich, der nur deutsche Tierheime kannte, eine schockierende Erfahrung. Das Tierheim befindet sich ca. 30 Kilometer südlich von Dnepropetrovsk. Allein es zu finden gestaltete sich als nicht einfach. Es liegt in einer ländlichen Gegend in der Nähe eines Sees. Die Zufahrt selbst für ukrainische Verhältnisse eine Zumutung. Das äußere Erscheinungsbild des Anwesens desolat.

Wir wurden bereits von einer Dame erwartet. Sie war sehr hilfsbereit und zeigte uns die Lokalität. 

Es leben dort ca. 300 Hunde, meist ältere, kranke, verstoßene und verletzte Tiere. Die Betreiber teilten das ca. 2500 qm große Gelände, welches im Eigentum der Dame Marina ist, in diverse Abteilungen auf. Quarantäne, Auslauf, Invaliden. 

Es fehlt an allem. Viele Hunde schlafen auf der nackten Erde. Zuwenige Hundehütten, kaum Fressnäpfe. Das Futter liegt auf dem Boden. Der hygienische Zustand: Ohne Worte. Es liegt aber nicht an den Betreibern sondern einfach an der Tatsache von fehlenden Mitteln und Hilfsbereitschaft. Nur ein Supermarkt unterstützt die Bemühungen mit Sachspenden. Es fehlt sogar ein Kühlschrank. Auf dem Gelände arbeiten neben den Betreibern zwei Obdachlose und bereiten das Futter für die Tiere. Im Gegenzug dürfen diese dort nächtigen und erhalten neben Kost ein paar Zigaretten. 

Das Haus in welchen diese Menschen schlafen grenzt unmittelbar an 6 Quarantäne-Zwingern. Das Dach droht einzustürzen.

Die Hunde werden teilweise von der Polizei gebracht, teilweise von Freiwilligen. Viele der Hunde sind Unfallopfer, andere wurden misshandelt. Man versucht – so hatten  meine Frau und ich den Eindruck – helfen soweit man kann. Doch es fehlt wie bereits erwähnt an allem! Die medizinische Versorgung erfolgt durch Tierarzte und Kliniken. Diese gewähren zwar einen Rabatt doch sind die Kosten dennoch hoch. 

Es fanden bereits Vergiftungen durch einen Nachbarn statt, 20 Hunde verendeten. Ein Skandal. Doch die Betreiber sind auf sich allein gestellt. Das Gelände muss besser gesichert werden um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden. Werfen sie einen Blick auf die Fotos, diese sprechen für sich.

 

Wir nehmen keine Sachspenden entgegen. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Der logistische Aufwand stünde in keinem Verhältnis zu dem, was dringend vor Ort benötigt wird.

 

Geldspenden nehmen wir unter dem Stichwort “Tierheim Freund” entgegen – bitte überweisen Sie auf unsere Vereinskonto! Im Vordergrund steht jedoch die Suche nach beständigen Partnern! Bitte helfen Sie! Es ist wirklich dringend!!!

 

Melden Sie sich bei uns unter 02554/91 78 42 – bei Abwesenheit bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen!

Wir danken im Namen von Marina, ihrer Helfer und den Tieren.

 

Uta und Norbert de Jong

Vorstand Hundehilfe Ukraine e.V.