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Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der
Internetseite des Tierschutzvereines
Hundehilfe Ukraine e.V.
Сердечно вітаємо вас на інтернет сторінці об”єднання захисту тварин “Hundehilfe – Ukraine e.V.”!
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Ukrainefahrt vom 21. bis 28.02.2015 nach Chmelnitzky

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Unser Flug ging sehr früh von Münster/Osnabrück nach München. Von dort weiter nach Lwiw (Lemberg).

Der Himmel war grau als wir in München ins Flugzeug stiegen. Gegen Mittag sollte die Maschine in Lwiw landen. Abgesprochen war, dass Peter – unser 2. Vorsitzender, Dolmetscher und Organisator uns am Flughafen abholt und wir dann gemeinsam mit dem Auto nach Chmelnitzky fahren.

Angekommen! Peter stand an der Absperrung des Flughafens. Wir freuten uns – Peter ist uns in letzten 7 Jahren ein guter, verlässlicher Freund geworden. In seiner Gesellschaft befanden sich zwei Frauen, die er uns vorstellt – Natalia und Helen. Beide Frauen hatten sich in ihrer Not vor ein paar Wochen an uns gewandt. Sie kommen aus der Stadt Iwano-Frankiwsk und brauchen dringend Unterstützung für ihre Hunde. Sie hatten uns kontaktiert und baten um ein Gespräch.

Wir wollten sie auf unserer Fahrt nach Chmelnitzky kennen lernen. Uns erreichen fast täglich Hilferufe im Netz. Nur hier schien uns – wir könnten helfen, unterstützen, da die Stadt auf der Strecke nach Chmelnitzky liegt.

Im Cafe am Flughafen erzählten sie von ihrer Tierschutzarbeit seit 2012. Sie erschienen uns sehr strukturiert, hatten alle Unterlagen ihrer Vereinsregistrierung dabei. Natalia ist Juristin und hat bis vor kurzem noch als Staatsanwältin gearbeitet. Nun will sie ihre ganze Kraft den Tieren widmen. Vorrangig benötigen sie Hilfe bei kranken Tieren oder Handicap-Hunden. Sie legten uns Fotos von Hunden vor, die an generalisierte Demodikose litten, gelähmte Hunde oder amputierte Hunde. Sie entwickeln mit einer Firma in Kiew für die Hunde angepasste Rollwägelchen.

Inzwischen haben sie ein Gelände gepachtet und Volieren gebaut. Es befinden sich ca. 100 Hunde in ihrer Obhut. Davon vermitteln sie im Monat ca. 30 Hunde in ihrer Gegend, neue rücken nach. Aber niemand übernimmt einen gelähmten, kranken oder amputierten Hund. Oft sind diese Hunde noch recht jung. Und dafür benötigen sie unsere Hilfe.

Die Stadt hat ca. 220.000 Einwohner, ähnlich Chmelnitzky. Uns imponiert, dass sie für die Tiere in ihrer Stadt viel tun. Sie gehen in Schulen und klären die Kinder auf. Sie arbeiten mit Künstlern, gestalten Aufklärungshefte und wirken bei Ausstellungen mit. Die Künstler stellen ihre Werke dem Verein zur Unterstützung der Hunde zur Verfügung.

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Ihr Anliegen überzeugt uns, da unser Verein den Schwerpunkt immer auf alte Hunde, Invaliden sowie kranke Hunde gesetzt hat. Wir vereinbaren mit beiden Frauen für die nahe Zukunft ein erneutes Treffen in ihrer Stadt. Dort möchten wir uns vor Ort alles ansehen, um zu entscheiden, wie wir hier unterstützen können.

Nach einem herzlichen Abschied machen wir uns auf den Weg. Der neu gebaute Flughafen wirkt auf uns wie ein totes großes Gebäude. Wenig Menschen, wenig Autos. Zur EM 2012 wurde er gebaut. Peter hat Mühe mit dem Auto aus der großen, grauen Millionenstadt herauszufinden.

Im Auto können wir dann die neuesten Nachrichten untereinander austauschen. Zuerst, so sagt er, fahren wir heute zu seinen Eltern. Es liegt auf der Strecke und – sie möchten uns kennen lernen. Beide sind fast 80 und leben auf dem Lande.

Wir kommen im Dunklen an. Peter stellte sein Auto bei Bekannten ab, da die Straße nicht mehr befahrbar war, wir wären im Schlamm steckengeblieben, wir müssen laufen.

Der Schlamm an unseren Schuhen wurde immer dicker, es lief sich bis zu Grundstück seiner Eltern sehr schwer.

Sie empfingen uns schon vor dem Haus, so wie es ukrainische Tradition ist. Sie luden uns zum Essen und zum Schlafen in ihrem Hause ein.

Wir richteten uns in „unserem Zimmer“ ein. Der Abend wurde lang. Peters Mutter tischte all die wunderbaren ukrainischen Gerichte auf, die sie selber gekocht hatte und freute sich, dass es uns schmeckte. Langsam kamen wir ins Gespräch.

Natürlich war das erste Gespräch der nahe Krieg in der Ostukraine. Sie machen sich Sorgen, haben ja schon einen Krieg miterlebt. Dazu kommt, dass die nationale Währung, der Griwna, sich im freien Fall befindet.

Ein Beispiel: Ein Rentnerehepaar bekommt zusammen 4.000 Griwna Rente. Waren das 2012 noch 400,00 Euro umgerechnet, so sind dies derzeit 100 Euro. 2012 galt der Umtauschsatz 1:10 momentan fast 1:40. Die Währung schwankt täglich.

Aber die meisten der alten Menschen im Dorf klagen nicht, alle haben ihren Kartoffelacker, ihre 2 Schweine, ihre Hühner sowie Hunde und Katzen. So können sie überleben. Natürlich nicht von den Hunden und KatzenJ)))

Früh am Morgen kamen noch Verwandte vorbei, wieder gibt es ein gutes ukrainisches Frühstück. Auch hier das dominante Thema – der Krieg.

Gegen Mittag verabschieden wir uns, bedanken uns bei den Eltern herzlich für ihre Gastfreundschaft und machen uns auf den Weg nach Chmelnitzky.

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Gegen 17.00 Uhr erreichten wir Chmelnitzky. Wir waren mehr als 1 Jahr nicht mehr hier, aber alles erscheint uns nach wie vor vertraut.

Ein Freund, Maxim, stellte uns seine Wohnung zu Verfügung. Nachdem wir unsere Sachen sortiert haben, wollen wir diese Woche gemeinsam durchorganisieren. Einen Vorschlag gab es ja, aber es mussten jetzt alle Termine abgesprochen werden. Peter schaffte es per Telefon.

Danach fuhr Peter nach Hause, wir fielen müde ins Bett.

Für den nächsten Tag hatten wir uns mit Lena – der 1. Vorsitzenden vom Verein „Rettet das Leben“ und Sasha früh im „Kleinen Tierheim“ – ein gutes Stück von Chmelnitzky entfernt – verabredet.

Sasha nahmen wir in Chmelnitzky mit und fuhren ins „Kleine Tierheim“. Lena war schon da und freute sich uns nach langer Zeit wieder zu sehen. Die Hunde kündigten uns lautstark an.

Marina war gerade beschäftigt die Zwinger zu säubern. Der Verein bezahlt ihr für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung.

Lena und Sasha zeigten uns nun das Areal auf Wowa`s Grundstück. Derzeit befinden sich 35 Hunde und drei Katzen im Minitierheim. Wir schauen uns die neugebaute Küche und den Nachsorgeraum an. Im Kessel kocht die Knochenbrühe um Kascha zu kochen. Die Katzen haben neben dem Herd ihre Schlafecke und fühlen sich sichtlich wohl. Sasha zeigt uns die Katzenklappe von der Küche nach draußen.

Im Nachsorgeraum befinden sich derzeit zwei Welpen und zwei kranke kleine Hunde, die behandelt werden.

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Peter, Norbert und ich empfinden das eingezäunte Gelände des Minitierheims auf Wowas Gelände als zu eng. Lena bestätigt uns im Gespräch, das die Kapazität zur Aufnahme von Hunden erschöpft ist. Aber wie viele alte, kranke und verletzte Hunde gibt es in Chmelnitzky, die die Hilfe und die Fürsorge des Vereins benötigen? Viele, viel zu viele. Also neu denken…wie weiter?

Wir möchten uns mittags in einer ukrainischen Suppenküche treffen, um mit ihr die nächsten Schritte der Woche und des Vereins abzustimmen.

Angekommen übergibt Norbert Lena eine gesponserte Kamera für Marina, damit sie neue Hunde gut fotografieren kann.

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Wir kommen bei einer Borschtsch-Suppe ins Gespräch.

Ende des ersten Teils

 


Unser Anliegen:
Unser Anliegen ist es, den Tierschutzgedanken an der Außengrenze der EU, vor allem zur Ukraine, zu fördern, zu stabilisieren und zu unterstützen, sowie Tierschutzprojekte in der Westukraine und Polen zu fördern und mit Spenden zu unterstützen.

Dazu arbeiten wir in eigenen Projekten und in gemeinsamen Projekten mit anderen Hilfsorganisationen und Einzelpersonen, die dem Tierschutz verbunden sind, zusammen. Unser Hauptschwerpunkt in dieser Arbeit ist es, Menschen vor Ort zu mobilisieren (Hilfe zur Selbsthilfe), ihnen beizustehen, sie politisch zu stärken und mit Spenden zu unterstützen.

Unser Anfang: In der Ukraine werden jeden Tag per Auftrag der Stadtverwaltungen tausende von Straßentieren brutal und grausam getötet. In größeren Städten wie Lviv oder Chmelnitzky schätzt man derzeit die Zahl der Straßentiere zwischen 12.000 bis 15.000. Und es werden täglich mehr. Die Tiere leben und schlafen an großen Basaren, Gartenanlagen, Industriegebieten, Friedhöfen, Wohngebieten und angrenzenden Waldgebieten. Einst als nettes Hündchen für die Kinder angeschafft, dann lästiges Etwas, werden sie alsbald von Menschen auf die Straße gesetzt und müssen lernen, allein zurechtzukommen. Die meisten der ausgesetzten Straßenhunde und Katzen erreichen nicht mal das fünfte Lebensjahr. Sie werden überfahren, misshandelt, erschlagen, vergiftet oder werden krank. Aber in dieser kurzen Lebenszeit gebären sie und dies zweimal im Jahr. Also hinterlässt ein etwa fünfjähriger Straßenhund in seinem Leben mindestens 40 neue Nachkommen, die wiederum nach einem dreiviertel Jahr Nachwuchs gebären.

Die Behörden in der Ukraine wollen den schnellen Erfolg und töten. Aber dies hat keine nachhaltige Wirkung. Nur Kastrationen können diese Population der Straßentiere eindämmen, zumal das Recht auf den Schutz des Lebens hier aufs gröblichste verletzt wird. Der Mensch ist der Verursacher diesen Leides. Er setzt aus, er quält und tötet, er züchtet und produziert neues Leid, zu seinem Wohlgefallen und für seinen Reichtum.

Aber es gibt zunehmend auch Menschen in der Ukraine, die sich für diese vergessenen Seelen einsetzen, sie beschützen, sie auf der Straße versorgen, sie medizinisch behandeln lassen und ihnen in ihren Höfen Hütten bauen. Und es gibt Menschen, die mit viel Mut, oft illegal, eigene private Tierheime zum Schutz der Straßentiere aus dem Nichts errichten. Und genau diese Menschen möchten wir unterstützen, ihnen Mut machen und sie in ihrem Handeln begleiten, stützen und fördern.

Unsere ersten Projekte ab 2008:

* Ausbau der Quarantänestation in Lviv:

Ab 2008 wandelte sich die Tötungsstation in Lviv, durch massiven öffentlichen Druck, in eine Sterilisationsstation um. Wir begleiteten diese Entwicklung und unterstützten den Aufbau der OP-Räume mit Spenden. Mitte 2009 waren die OP-Räume funktionstüchtig.

* Hilfe und Unterstützung des Tierschutzes in Chmelnitzky:

Ab Dezember 2008 unterstützten wir das marode Tierheim “Obdach” in Chmelnitzky mit Sach- und Geldspenden. Wir vermittelten Hunde aus dem “Obdach” nach Deutschland in Familien und konnten erreichen, das die Hunde dort für den Winter 2009 neue Hütten bekamen. Die Stadt entschied Anfang 2010 das Tierheim in eine Sterilisationsstation umzuwandeln und setzte vorhandene, sterilisierte, im Tierheim geborene Tiere aus. Unser Kontakt zum ehemaligen Tierheim besteht weiterhin.

Ab April 2010 unterstützen und fördern wir unseren Partnerverein “Rettet das Leben” in Chmelnitzky. Durch die Umwandlung des Tierheimes “Obdach” musste aus der Not heraus ein kleines privates Tierheim aus dem Boden gestampft werden. Ein Mitglied des Vereines stellte sein Grundstück zum Bau von Ausläufen zur Verfügung. Wir begleiteten und finanzierten von Anfang an den Aufbau und die Umsetzung der Entwicklung zum privaten Tierheim. Ende Dezember konnte die durch Sponsoren finanzierte Zwingeranlage für die Hunde fertiggestellt werden. Auch hier konnten wir 2010 Hunde nach Deutschland in Familien vermitteln.

Ab April 2010 unterstützen und fördern wir die Helfer für die Straßentiere in Chmelnitzky. Seit Oktober 2010 vermitteln wir notleidende Straßentiere nach Deutschland und unterstützen/finanzieren Pflegestellen in Chmelnitzky.

Transparenz unserer Arbeit:

Wir arbeiten ausschließlich ehrenamtlich, haben alle einen “normalen” Beruf und leisten diese Arbeit während unserer Freizeit und im Urlaub. Unsere Unterstützung und Hilfe finanzieren wir über Spendengelder und Sachspenden. Damit auch Sie als Spender/in einen Überblick über die eingegangenen Geld- und Sachspenden erhalten, veröffentlichen wir diese regelmäßig.

!!! Bitte helfen Sie und unterstützen Sie unsere Arbeit für die Straßenhunde der Westukraine!!!

>>Unter diesem Link finden Sie die Daten unseres Spendenkontos<<

DANKE sagt Ihr Hundehilfe Ukraine-Team!!!




Design & Programmierung:
Ines Jung
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